Das Telefon läutet – oder halt – kommt ein Fax? Es läßt sich am Geräusch nicht unterscheiden. „Man“ hat nicht nur ein Faxgerät daheim, sondern auch ein Mobilteil. Wo liegt das Teil nur wieder? Wer hebt ab? Die Familienmitglieder treffen sich im Pyjama, die Haare zerrauft. Zum Glück gibt es noch kein Fernsehtelefon. Spätestens 2010 soll uns das ja ins Haus stehen. Eingebaute Videokameras liefern dann Bilder an das Gerät des Angerufenen. Telefonieren und Datenübertragung werden zur mobilen Sache für jedermann. Wer will kann gleichzeitig an jedem Ort der Erde und zu jeder Zeit E-mails oder Dateien online bearbeiten. Einkaufen per Knopfdruck wird zur Alltäglichkeit, ebenfalls Herumspazieren in künstlichen Welten, während man bequem im Bürosessel lehnt. Schöne neue Welt? Der Anfang ist schon gemacht. Ein Handy kommt mir nie ins Haus, haben vor einiger Zeit noch die meisten gemeint. Wer sich anrufen ließ bei einer Sitzung oder im Lokal, war als Wichtigmacher verschrien. Wie sie alle geredet haben damals! Und jetzt? Sowas ist gesellschaftsfähig geworden, an jeder Straßenecke. „Man“ ist jederzeit und jederorts erreichbar.Nun hat sogar die Hausglocke ausgedient. Der Max holt den Stefan zum Fußballspielen und ruft mit dem Handy vom Auto an, weil er zu faul ist, die zwei Meter zur Gartentüre zu gehen. Nur der Opa wundert sich über so was noch. Ist das der Fortschritt?, fragt er kopfschüttelnd. Schöne neue ver-rückte Welt.