Neue Galerie Linz zeigt 250 Werke aus der Sammlung Günter Rombold
Ausgabe: 1999/11
16.03.1999
- Wolfgang Katzböck
Der Linzer Priester und emeritierte Hochschulprofessor Dr. Günter Rombold zählt zu den bekanntesten kirchlichen Experten für zeitgenössische Kunst. Die Neue Galerie in Linz zeigt eine Auswahl aus seiner Sammlung. Menschen die Augen für die Qualitäten der modernen Kunst zu öffnen ist das Anliegen von Prof. Dr. Günter Rombold. Der bekannte Linzer Priester, emeritierte Hochschulprofessor und Kunsttheoretiker betreibt dieses Ziel seit Jahrzehnten als Lehrender und Publizist und - was bisher nur wenigen bekannt war - als Kunstsammler. Im Laufe von bisher 45 Jahren ist diese Sammlung auf mehr als 600 Werke angewachsen. In einer ersten großen Ausstellung zeigt die Neue Galerie der Stadt Linz, gemeinsam mit dem Institut für Kulturförderung des Landes OÖ. und dem Institut für Kunst an der Kath.-Theol. Hochschule Linz vom 18. März bis 16. Mai 1999 rund 250 Werke dieser Sammlung Günter Rombold. Der Ausstellungstitel „Expression und Meditation“ verweist auf einen Schwerpunkt in Rombolds Sammlertätigkeit: es ist seine Vorliebe für Alfred Kubin und den Deutschen Expressionismus. Ein anderer betrifft die österreichische Kunst nach 1945. Dritter Schwerpunkt in Rombolds Sammlung ist der Neoexpressionismus der 80er Jahre. Prominente Künstlernamen (Beckmann, Bilger, Barlach, Chagall, Corinth, Hrdlicka, Kokoschka, Mikl, Prachensky, Rainer und Wotruba - um nur wenige aus der langen Liste zu erwähnen) garantieren eine Ausstellung künstlerischer Kontraste und Gemeinsamkeiten. Wie sein Freund, der Wiener Künstlerseelsorger Otto Mauer, stand und steht Günter Rombold mit unzähligen Künstlerinnen und Künstlern in persönlichem Kontakt. Mit der Auswahl aus seiner Sammlung will Rombold auch belegen, daß sich die moderne Kunst intensiv mit der Religion, auch mit der Gestalt Jesu – freilich mitunter in kritischer Distanz – auseinandersetzt und wie Künstler um existenzielle Tiefe, um ihr Menschenbild ringen. „Was mich von Anfang an bewegte, war die Auslotung des Verhältnisses von Kunst und Religion“, sagt er.
Hinweise: Neue Galerie der Stadt Linz, im Lentia 2000, Blütenstraße 15. Täglich von 10 bis 18 Uhr, Do bis 22 Uhr. Ausgenommen 4. 4., 5. 4., 1. 5. und 13. 5. Führungen, Katalog zur Ausstellung, Begleitprogramme. Parken: wochentags 2 Stunden gratis im Lentia 2000.