Nicht allzuviel erfährt man vom hl. Josef in der Heiligen Schrift. Am 19. März wird sein Fest gefeiert. An den entscheidenden Stellen seines Lebens spielen Träume eine große Rolle: Da erfährt Josef, daß seine Verlobte schwanger ist und er will sie verlassen. Im Traum weist Gott ihm eine andere Richtung.Und dann ist das Kind da, aber die Mächtigen der Zeit haben Angst vor diesem Kind. Herodes in seiner Eifersucht trachtet ihm nach dem Leben. Die Warnung kommt im Traum.Unsere aufgeklärte Zeit ist gegen Träume skeptisch geworden und ein Träumer genannt zu werden ist nicht schmeichelhaft. Wir haben gelernt, uns an Fakten, an Tatsachen zu halten. Was nicht greifbar ist, zählt wenig in dieser Welt.Wir tun unseren Träumen unrecht. Und es geht hier nicht um Nachtträume, wenn wir schlecht schlafen, weil Vollmond ist. Es geht um die Grundträume, die Grundsehnsüchte, unsere Lebensträume. Wir werden ihnen zu schnell untreu.Es ist die Stimme, die aus dem Inneren spricht. Man kann auch sagen, die Stimme des Gewissens. Das Gewissen ist das Wissen des Herzens. Es ist zuverlässiger als wir ihm oft zutrauen.Das Gewissen wird zu Unrecht oft schlecht gemacht. Da könnte man es sich ja leicht machen, sagt man. Es braucht klare Vorgaben. Gehorsam contra Gewissen, so wird es oft als Gegensatz dargestellt. Es braucht den Gehorsam – aber auch zum eigenen Gewissen. Wenn Menschen zu ihrem Gewissen stehen, wird ihr Leben nicht beliebiger, sondern entschiedener und geradliniger.