Bei der Wiener Friedenskonferenz der im Kosovo vertretenen Religionsgemeinschaften sprach sich der Vertreter des Papstes, Nuntius Abril y Castello, entschieden gegen die angedrohten NATO-Bombardements aus. Der Vatikan trete nachdrücklich für einen dauerhaften Frieden ein. Die Anwendung von Gewalt bringe aber keine Lösungen, sondern nur Leiden. Dagegen trat der Vorsitzende der OSZE, Kai Eide, dafür ein, den Konfliktparteien im Kosovo den Frieden notfalls auch militärisch aufzuzwingen, wenn die Verhandlungen scheitern. Trotz sehr unterschiedlicher Sichtweisen über die „Schuld“ am Kosovo-Konflikt zwischen albanischen Muslimen und serbischen Orthodoxen wurde in Wien ein Schlußdokument unterzeichnet. Darin werden das Ende der Gewalt, die Achtung der Menschenrechte sowie die Sicherung der politischen, sozialen und kulturellen Rechte der verschiedenen Volksgruppen gefordert.