„Wir wollen die Menschen in unserem Bundesland wach rütteln, bevor das Miteinander-Leben zu einem Gegeneinander-Kämpfen wird“, heißt es im Grundtext der letzten Freitag begründeten „OÖ-Initiative Aufeinander Zugehen“. Bischof Maximilian Aichern und Superintendent Mag. Hansjörg Eichmeyer finden sich ebenso unter den Erstunterzeichnern dieser Initiative wie die Altlandeshauptleute Dr. Josef Ratzenböck und Dr. Karl Grünner, KA-Präsidentin Margit Hauft sowie der frühere Arbeiterkammerpräsident Fritz Freyschlag. Die Initiative wendet sich gegen Versuche, „das immer vorhandene Potential an Unzufriedenheit zu manipulieren und mit allen Mitteln Ängste, Intoleranz und Hass zu säen.“
„Zeigen wir, dass es möglich ist, den Weg des Respekts voreinander zu gehen“, betonte Aichern. Die Altpolitiker unterstützen die Initiative, weil es hier nicht um Tagespolitik, sondern um grundlegende Fragen des Zusammenlebens geht.
Dass der 10. Dezember 1999 in der Landeschronik einmal vermerkt wird als der Tag, an dem ein Stimmungswandel vermerkt wurde.“ So wünscht es sich Dr. Erich Gumplmaier von der Gewerkschaft. Zusammen mit Caritas-Direktor Prälat Josef Mayr und dem Linzer Univ.Prof. Dr. Josef Weidenholzer ist er Begründer der „Initiative Aufeinander zugehen“, die am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember, in Linz gegründet wurde. Mit zahlreichen anderen bekannten Persönlichkeiten werden sie sich dafür einsetzen, dass die Saat der Intoleranz in OÖ nicht aufgeht. Probleme bei der Integration von Zuwanderern müssten sachlich gelöst werden, wurde betont. Superintendent Mag. Hansjörg Eichmeyer sieht in Zuwanderern nicht „einen Verlust, sondern eine Bereicherung der Gemeinschaft“. Die Katholische Aktion, so Präsidentin Margit Hauft, will ihre flächendeckende Struktur für das Anliegen zum Einsatz bringen. Menschenrechte, so formuliert es die Initiative, dürfen nicht mit Füßen getreten werden.