Nikolaus Pömer gehört zur Schülerband des Petrinums „Beat about the Bush“. Am Dienstag, 7. 12., spielte die Band zu Texten des Obdachlosen Johann Sylewko.
Ihr habt jetzt zu Texten eines Obdachlosen, der an Verzweiflung und Krankheit zu Grunde gegangen ist, gespielt. Was geht dir dabei durch den Kopf?
Sonst spielen wir vor allem bei Schülermessen – so ist unsere Band ja auch entstanden. Wir haben die Texte von Sylewko vor der Veranstaltung bekommen und dazu unsere Musik ausgewählt. Wenn ich solche Texte nur in einem Buch lesen würde, könnte ich mich schwer hineinversetzen. Wenn ich aber weiß, dass es diesem Menschen wirklich so ergangen ist, bedrückt das, dann sind das wirklich starke Texte.
Du stehst in der Ausbildung. Hast du irgendwie Angst, dass auch du so wie Sylewko scheitern könntest?
Irgendwie möchte man sich von dieser Frage, dass man in dieselbe oder auch eine ähnliche Situation kommen könnte, gar nicht betreffen lassen. Da habe ich wirklich eine Scheu davor, darüber intensiver nachzudenken. Eine Angst? Ja. Wahrscheinlich ist es Angst, dass es einem auch so gehen könnte.
Die Lesung mit Texten von J. Sylewko wurde vom Elternverein des Gymnasiums Petrinum organisiert, vorgetragen wurden sie von Franz Strasser.