In vielen Pfarrkirchenbefinden sich wertvolle Kunstschätze. Auf Dauer ist dieses Kulturgut nur durch kompetente Pflege und frühzeitige Erkennung von Schäden zu erhalten. Ein diözesaner Kurs bildet dazu seit einigen Jahren Kirchenpfleger aus.
23 Frauen und Männer, davon sechs aus anderen Diözesen, beteiligten sich am Kirchenpflegerkurs 1999. Vierzehnmal trafen sie sich seit März zu Seminarwochenenden, Exkusionen oder Vorträgen. Die Finanzierung nötiger Arbeiten an den Beständen einer Kirche war ebenso Thema wie die fachgerechte Pflege von Kunstwerken. Experten sprachen über das Erkennen von Schadensbildern und darüber, wie Schäden zu vermeiden sind. Mag. Josef Sperr vom diözesanen Kunstreferat, das den Kurs ausschreibt, wollte aber keine Museumswärter ausbilden. Sein Ziel ist vielmehr, dass die Teilnehmer/innen lebendige Zugänge zu den Pfarrkirchen bekommen und durch ihre Arbeit künftig teure Restaurierungen verhindert werden. Insgesamt haben bisher 69 Kirchenpfleger/innen die Ausbildung absolviert, für sie wird laufend Weiterbildung angeboten.– Der Kurs 1999 endete mit der Verleihung von Zertifikaten durch Generalvikar Mag. Josef Ahammer Ende November in der Kirche Linz-St. Magdalena.
Im März 2000 startet der nächste Kurs für geprüfte Kirchenpfleger/innen. Informationen erteilt das Kunstreferat der Diözese, Tel. 0732/73 65 81-440.