Fünf Tote, 38 zum Teil schwer Verletzte: Diese Menschen sind nicht bei einer Flut oder einem Erdbeben ums Leben gekommen. Sie sind auch nicht Opfer eines Gewaltverbrechens. Hilflos stehen wir den Bildern aus dem Berg-Isel-Stadion gegenüber. Es ist zu einfach, zu sagen, dass immer erst etwas passieren muss, bevor entsprechende Schutzmaßnahmen durchgeführt werden, obwohl Mängel beim Stadion vorhanden waren. Auch die Sicherheitskräfte werden sicher noch Erklärungen abgeben müssen. Doch so etwas wie in Innsbruck kann jederzeit wieder passieren. Wir müssen uns nur umsehen: Beim Einsteigen in den Bus, bei der Kassa im Supermarkt – solange wir „alles, und das sofort“ wollen und die Schnellsten auch als die Besten gelten, sind wir in der Masse eine Bedrohung für uns selbst.