Lore Falkner leitet die beiden Beschäftigungsprojekte des Vereins Arbeitsloseninitiative B7: Fahrradzentrum und Kulinarium.
Das B7 ist 15 Jahre alt. Sie sind Gründungsmitglied und leiten seit 1987 Fahrradzentrum und Kulinarium. Hat sich im Lauf der Jahre das Gesicht der Arbeitslosigkeit geändert?
Ja, das Alter der Arbeitslosen ist gestiegen. Wir haben in erster Linie mit jugendlichen Arbeitslosen begonnen. In dem Maß, wie das Alter der Arbeitslosen stieg, nahm das Verstecken der Arbeitslosigkeit gravierend zu. Die Leute schämen sich. So nahmen auch die Ängste zu, in ein Sozialprojekt zu gehen. Da ist viel Arbeit zu leisten, damit sich die Arbeitslosen nicht so abgewertet fühlen, wenn sie am „zweiten Arbeitsmarkt“ beschäftigt sind.
Wie viele Menschen haben im Fahrradzentrum und im Kulinarium Beschäftigung?
Im Fahrradzentrum sind es 20, im Kulinarium noch 23, ab dem Jahr 2000 sind es nur noch 21.
Werden die Zuschüsse weniger?
Ja, gewaltig. Wir müssen ein neues Konzept finden. Man fragt sich, wo das Engagement für die Schwächeren bleibt. In unserem Projekt können wir ohnedies nur Leute aufnehmen, die im Laufe ihres Lebens durch Krankheit 50 Prozent gesundheitlich beeinträchtigt sind . . .