Zum 200. Todestag des Barockmalers „Kremser Schmidt“ bereitet das Stift Seitenstetten eine Sonderausstellung (Mai bis Oktober 2001) vor. Mit dem Benediktinerstift Seitenstetten (NÖ) verband den Maler Martin Johann Schmidt (1718 – 1801) Zeit seines Lebens eine enge Beziehung. Etwa 80 Gemälde befinden sich heute in den Sammlungen des Stiftes. Die großen Gemälde im Sommer- und Winterspeisesaal (Maturasaal) gelten als Hauptwerke des Künstlers in Seitenstetten. Die Bilder zeigen berühmte Speise-szenen aus der Geschichte des Alten und Neuen Testaments.
Die Sonderausstellung wird 200 Gemälde und grafische Arbeiten des „Kremser Schmidt“ präsentieren. Für den Barockmaler sind die „Hell-Dunkel“-Kontraste charakteristisch, seine Gemälde erzählen meist in lyrisch-idyllischer Weise biblisches Geschehen. Die Ausstellung wird den Blick der Besucher vor allem auf die Symbolsprache der Bilder lenken und so Lebensweise und Denken der Menschen, besonders der Mönche im 18. Jahrhundert, lebendig machen. Das gesamte Barockstift wird dabei zum Ausstellungsraum.Das Wirken Kremser Schmidts in Oberösterreich – seine Werke befinden sich an 30 Orten – beschreibt ein Beitrag im Jahrbuch 2001 der Diözese Linz.