Warschau. Polnische Abgeordnete wollen gegen die Legalisierung der Euthanasie (Tötung Schwerkranker auf deren Wunsch) in den Niederlanden eine Klage beim Europäischen Menschenrechtsgerichtshof einbringen. In einem Brief der 68 Abgeordneten heißt es, dass Polen als Mitglied des Europarates nicht nur verpflichtet sei, selber die Menschenrechtskonvention einzuhalten, sondern auch dazu, über ihre Respektierung in anderen Ländern zu wachen.
Warnung vor Gewalt
Harare. Die Bischofskonferenz des afrikanischen Staates Zimbabwe hat vor einer weiteren Steigerung der Gewalt in ihrem Land gewarnt. Konkreter Anlass war ein Bombenanschlag auf die Druckerei der regierungskritischen Zeitung „Daily News“ vergangene Woche. Der professionell geplante Anschlag passt zu einer Reihe von Übergriffen und Einschüchterungsversuchen durch die Handlanger von Präsident Mugabe, der das Land seit 1980 regiert. In den letzten Jahren verfällt das Land wirtschaftlich immer mehr. Gleichzeitig werden immer öfter demokratische Prinzipen verletzt (mehrere Wahlfälschungen) und gewaltsame Übergriffe seiner Parteigänger auff Oppositionspolitiker und weiße Farmer organisiert.
Primat und Bischofsamt
Rom. Im ökumenischen Dialog müsse es zu einer intensiveren Befassung mit Lehrfragen, die zwischen den Kirchen strittig sind, kommen. Das forderte der sekretär des Päpstlichen Einheitsrates, der designierte Kardinal Walter Kasper. Mit der Orthodoxie müsse konkret über die Frage des päpstlichen Primates und der synodalen Kirchenstruktur geredet werden, mit den Protestanten über die Frage der Ämter, besonders des Bischofs.