Als „schweres Unrecht“ hat Papst Johannes Paul II. die mangelnde medizinische Versorgung in vielen Teilen der Erde bezeichnet. In einer Ansprache zum Welttag der Kranken, die die katholische Kirche weltweit am 11. Februar – dem Fest der Madonna von Lourdes – begeht, betonte der Papst, dass dieses Unrecht insbesondere von den politisch und wirtschaftlich Verantwortlichen dringend neues Engagement verlange. In zahlreichen Ländern der so genannten Dritten Welt sind die staatlichen Gesundheitssysteme massiv eingeschränkt worden, weil das Geld für die Rückzahlung der hohen Auslandsschulden verwendet wird. Wiederholt hat sich der Papst dafür eingesetzt, den armen Ländern die Auslandsschulden zu erlassen, wenn diese bereit sind, die für die Rückzahlung vorgesehenen Mittel in Bildungs-, Gesundheits- und Sozialprogramme zu investieren.