Die Katholische Arbeitnehmer/innen Bewegung Oberösterreich (KAB) unternahm eine Wallfahrt nach Rom und gedachte des ersten päpstlichen Sozialrundschreibens „Rerum Novarum“.
Bei der wöchentlichen Mittwoch-Audienz begrüßte Papst Johannes Paul II. nicht nur die rund 600 Pilger/innen der KAB, die aus ganz Österreich nach Rom gekommen waren, er dankte ausdrücklich „KAB-Bischof“ Maximilian Aichern, dass der Jahrestag der ersten Sozialenzyklika zum Anlass einer Wallfahrt geworden war. Der gemeinsame Gottesdienst aller österreichischen KAB-Delegationen in St. Paul vor den Mauern gehörte zu den Höhepunkten der Woche in Rom. Die Gruppe machte auch in der Lateranbasilika Station, wo eine Statue an Papst Leo XIII., den Verfasser der Enzyklika „Rerum Novarum“, erinnert. In dem am 15. Mai 1891 veröffentlichten Rundschreiben hat sich die Kirche erstmals offiziell mit der Arbeiterfrage auseinandergesetzt und nach Lösungen gesucht. Dass Rom nicht nur von seiner glanzvollen Vergangenheit lebt, wurde bei der Begegnung in der Gemeinde San Egidio deutlich. Aus einem studentischen Freundeskreis ist innerhalb von 30 Jahren eine kirchliche Erneuerungsbewegung mit weltweit über 30.000 Mitgliedern gewachsen.