In Anwesenheit von Landtagspräsidentin Angela Orthner, Bischof Maximilian Aichern und Erzbischof Alois Wagner wurde der Kirchenhistoriker Prof. DDr. Karl Rehberger feierlich von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz verabschiedet. Rehberger wurde 1934 in Feldkirchen an der Donau geboren und trat 1955 in das Augustiner Chorherrenstift St. Florian ein. Seit 1975 war er ordentlicher Professor für Patrologie und Kirchengeschichte in Linz. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die Alte Kirchengeschichte und die Diözesangeschichte. Im Stift St. Florian leitet Rehberger das Archiv, die Bibliothek und die Kunstsammlungen des Hauses. Prof. Rehberger bleibt auch nach seiner Emeritierung dem Institut für Kirchengeschichte verbunden und wird aushilfsweise Lehrveranstaltungen halten.
Abt ist kein Nazi-Freund
„Uns allen tut es sehr Leid, dass durch die Predigt Menschen irritiert wurden, die durch das Nazi-Regime Schaden erlitten haben bzw. die sich nun um die Aufarbeitung der Geschichte bemühen.“ Mit diesen Worten bringt der Konvent des Stiftes Kremsmünster sein Bedauern zur „Aufregung“ um eine Predigt von Abt Oddo Bergmair bei der Firmung in Sipbachzell zum Ausdruck. In dieser Predigt hatte er den Gemeinschaftssinn der Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus positiv hervorgehoben. „Es entstand der Ein-druck der Verherrlichung der Nazizeit“, heißt es in einer Stellungnahme des Konvents. Die Kremsmünsterer Patres verweisen darauf, dass das Stiftsgymnasium von den Nazis aufgehoben worden war, die Mitglieder des Ordens seien vertrieben worden. „Wir kennen den Abt und wissen, dass er alles andere als ein Sympathisant der NS-Ideologie ist“, heißt es. Abt Bergmair hat sich für seine Aussagen entschuldigt.