Aus aktuellem Anlass holte die Kirchenzeitung im Ressort von Landesrat Ackerl Auskunft zur Beschäftigung von ausländischen (tschechischen, slowakischen) Haus-Krankenpflegerinnen ein. Vor allem im Mühlviertel sind solche Frauen im Einsatz. Sie und ihre Vermittler wollten in der Kirchenzeitung inserieren. Die Familien, bei denen die ausländischen Pflegerinnen rund um die Uhr schwerstkranke Angehörige pfleg(t)en, loben Professionalität sowie deren menschliche Zuwendung. Es gibt aber mehrere rechtliche Probleme – etwa nach dem Beschäftigungs- und nach dem oö Altenbetreuungs-Ausbildungsgesetz sowie steuerrechtlich.Und es gab auch schon Anzeigen, die letztlich die Schwachen strafen – die Familien in ihrer Pflege-Not. Brigitte Martin vom Büro Ackerl schildert ein umfassendes Dilemma, in das die Beteiligten stürzen: Die öffentliche Hand kann zu dem Preis keinen Dienst rund um die Uhr organisieren, auch nicht ansatzweise. So ein Dienst würde über S 100.000 Schilling kosten, denn bei Einhaltung des Arbeitsrechtes würden für einen Dienst rund um die Uhr fünfeinhalb Personen benötigt. Konkurrenzlos billig sind da die Anbieterinnen aus Tschechien und der Slowakei. Ihr Dienst wird zudem oft als „Besuchsdienst“ verschleiert. Würde arbeitsrechtlich korrekt verrechnet, würde der Preis der Arbeit deutlich höher liegen. Viele Familien könnten sich das nicht leisten. So weiß die Behörde zwar um die Haken an der Sache. Aber die Not der betroffenen Familien sorgt zumindest für eine teilweise Beisshemmung, allerdings mit Grenzen.
Neuer Militärkommandant.
Verteidigungsminister Herbert Scheibner hat den Oberst des Generalstabsdienstes Kurt Raffetseder als neuen Militärkommandanten von OÖ vorgesehen. Der 44-jährige Offizier ist gebürtiger Steyrer. Er will „mit den Soldaten für die Bevölkerung da sein“.