Ausgabe: 2001/41, Linz, Jugendliche, Franckviertel, Don Bosco
09.10.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Hohe Arbeitslosigkeit, hoher Ausländeranteil – das Franckviertel ist ein sozialer Brennpunkt der Stadt Linz. Die Salesianer Don Boscos schaffen dort für ausländische Jugendliche ein Stück Heimat.
„Wir haben keine Computer und kein Internet, aber die Jugendlichen kommen dennoch gerne“, erzählt P. Mag. Bernhard Vondrasek. Die jungen Menschen schätzen den Fußballplatz, vor allem aber die Gewissheit, dass immer Gesprächspartner da sind. Gemeinsam mit dem Stadtteilprojekt des Magistrates Linz „Leben im Franckviertel“ rief P. Vondrasek die Initiative „Youth2gether“ ins Leben. Aus dem Versuch Anfang August wurde innerhalb kurzer Zeit ein voller Erfolg. Bis Ende September kamen täglich abends bis zu 20 Jugendliche – mehrheitlich Albaner. Treffpunkt war die umgestaltete Umkleidekabine des Sportplatzes der Pfarre Don Bosco. Das österreichisch-albanische Ehepaar Hannes und Mimosa Kröll sowie Salesianerpriester waren Klagemauer, Helfer und Spielgefährten zugleich. Efal, ein Stammgast bei „Youth2gether“ kommt nach seinem ersten Arbeitstag zum Sportplatz, um seine Freude über den Job mit den Freunden zu teilen. Und über das Betreuerteam meint er: „Mimosa, Hannes und Bernhard sind mein Don Bosco”.