Als sich letzten Montag, 8. Oktober, führende Persönlichkeiten aus Judentum, Christentum und Islam auf Einladung von Bundespräsident Dr. Thomas Klestil in der Wiener Hofburg zur Gedenkstunde für die Opfer der Terroranschläge und für den Frieden in der Welt versammelten, sprachen in Afghanistan bereits die Waffen. Dennoch: Gerechtigkeit, gegenseitige Achtung und Güte sollen stärker bleiben und siegen, gab Wiens Kardinal Dr. Christoph Schönborn seiner Hoffnung Ausdruck. Trennendes dürfe man nicht größer werden lassen. „Juden, Christen und Muslime teilen den Glauben, dass Gott gerecht ist und von uns Gerechtigkeit erwartet, und dass er das Böse, das Urecht, den Terror und die Unterdrückung der Armen verabscheut.“ „Deshalb sind wir vor Gott veranwortlich, Gerechtigkeit und Menschenwürde für alle zu erstreben“, betonte Schönborn. Ohne Gottes Hilfe fehlt die Kraft, dem Bösen, dem Hass und dem Unrecht zu widerstehen.