Voller Saal bei den ersten beiden Abenden der diesjährigen ökumenischen Reihe „Stolpersteine in der Bibel“. 400 Besucher kamen dabei in den Ursulinenhof.
Warum Astrologie und Esoterik heute mehr zählen als Bibel und Kirche, lautete eine der Fragen, um die es beim zweiten Stolpersteinabend, Montag, 15. Oktober, im Ursulinenhof Linz ging. Die Reihe selbst liefert allerdings den Gegenbeweis, das zeigt der hohe Besuch dieser theologischen Angebote. Auch Sterne führen hin zu Jesus, plädierte der Linzer Theologe Mag. Otmar Stütz für einen behutsamen Umgang mit der Astrologie. „Die Sprache der Sterne ist keine Bedrohung des Glaubens, mit ihr können wir uns dem Glauben nähern“, meinte er. Gefährlich sei Halbwissen in diesem Bereich oder die Erwartung von zu schnellen Antworten.
Der Wiener Pastoralsoziologe Dr. Christian Friesl verwies auf die Chance, die in der Tatsache liegt: Erstmals in der Christentumsgeschichte könnten sich Menschen in wirklich persönlicher Freiheit für die Religion und ihre Inhalte entscheiden.