Die schlichte Holztruhe ist ein Renner, die Warteliste lang. Mehr als zwanzig Familie haben die Bibelkiste zu sich nach Hause eingeladen, um den Reichtum der Heiligen Schrift zu entdecken.
„Ich empfinde die Bibel wirklich als Gast und eine Bereicherung für die ganze Familie“, meint Elisabeth Öhler. Drei Wochen hatte die Schatzkiste einen Ehrenplatz im Wohnzimmer der Familie. Die Lehrerin gesteht ohne Umschweife, dass sie selten in der Heiligen Schrift liest – wie die übrigen Familienmitglieder auch. Die prall gefüllte Kiste mit biblischen Schätzen war ein willkommener Anstoß, abends öfter zum Buch der Bücher zu greifen. Den Eltern hatte es vor allem die Prachtbibel von Jörg Zink angetan: „Egal, wo man die Bibel aufschlägt, man findet die Stelle, die man im Moment braucht und die gut tut. Es ist soviel Hilfreiches drinnen“. Auch die Kinder sind begeistert. Magdalena, die Volksschülerin, liest schon selbst eifrig in der Kinderbibel. Lorenz lässt sich gerne Geschichten vorlesen und freut sich, wenn er auf Erzählungen trifft, die er aus dem Kindergarten kennt. Und beide Kinder bearbeiten mit Hingabe die Ausmalblätter. Für jedes Alter finden sich in der Schatzkiste Anregungen: Computerfreaks werden zur Bibel CD-Rom greifen, hist-orisch Interessierte zum Handbuch der Bibel, das die Welt und Umwelt Israels/Palästinas lebendig macht. Kaplan Johann Fehrerhofer hat die Schatzkiste im Sommer 2001 auf Reisen geschickt. Er ist zuversichtlich, dass das „Evangelium mindestens ein Jahr lang durch Enns läuft“, vermutlich sogar länger.