Rosarote Brille in einer grauen Welt: Eva Fischers Gedichte lachen sich eins
Ausgabe: 2001/50, Rosa, Eva Fischer, Literatur, Lyrikband, Das Rosa rennt um sein Leben, Schnapp.Art,
11.12.2001
- Elisabeth Leitner
Im Schreiben kann man die Welt neu erfinden: Diese Erfahrung macht Eva Fischer. Mit Literatur färbt sie die Welt neu ein.
Das Schreiben hat ihr schon immer Spaß gemacht. Doch vom Tagebuch bis zum ersten Lyrikband hat es einige Jahre gedauert. Geburtshelferin war im Herbst 2000 die Schriftstellerin Ines Oppitz, die im Bildungshaus Schloss Puchberg das Literarische Café leitet. „Ines Oppitz habe ich einige Texte zum Lesen gegeben. Daraufhin hat sie mich zum Literarischen Café eingeladen. Das war für mich ein Quantensprung“, erzählt Eva Fischer. Fischer – geboren 1951 – lebt mit ihrer Familie in Kirchberg-Thening. Sie leitet eine Schreibwerkstatt im „Haus der Frau“ und ist Mitarbeiterin beim „Kunstbaukasten“ des Kath. Bildungswerkes. Das Team des Kunstbaukastens will neugierig machen auf Kunst, den Blick für die uns umgebende Welt schärfen. Für Eva Fischer ist Kunst wie ein Nahrungsmittel, ein Futter für die Sinne und für den Geist.„Wenn ich eine gute Ausstellung besuche, belebt mich das ungemein“, erzählt sie.
Erfrischend, erheiternd, das sind auch Fischers Verse in ihrem Lyrikband „Das Rosa rennt um sein Leben“. Subjektiv Erlebtes so zu Papier zu bringen, dass es etwas Allgemeingültiges aussagt – diesen Anspruch stellt Fischer an ihre Texte. Die Leserin findet sich in Fischers Texten wieder – auch wenn diese Texte bei jedem etwas anderes auslösen. Fischer möchte beim Schreiben etwas „zu fassen kriegen, was sonst diffus im Kopf herumgeistert“. Die Klarheit ihrer Texte und die neuen Bilder, die sie dabei entwirft und dem grauen Alltag zumutet, zeigen, dass ihr dies auch gut gelingt.
Unser Tipp: E. Fischer liest aus ihrem Buch „Das Rosa rennt um sein Leben“ (Bibliothek der Provinz, S 198,–/E 14,39) und zeigt ihre „Schnapp.Art“: am Do., 13. Dez., 19.30 Uhr in der Kath.-Theol. Universität. Die „Schnapp.Art“– mit Fallen aller Art – ist bis 18. Dez. ausgestellt.