Den wahren Wert eines Geschenkes macht aus, ob der Schenkende über den anderen nachgedacht hat.
Gerade alternative Ideen gegen die übliche Geschenkeflut – machen Sinn. – Zeit-Schenken wird immer kostbarer: Daher geht ein Gutschein, z. B. für ein Pizza-Zustellservice oder eine Essens-Einladung, weit über das Materielle hinaus. Gestresste freuen sich vielleicht auch über Entlastung bei der Hausarbeit, z. B.: „Einmal im Monat bügle ich deinen Wäscheberg“. Junge Eltern schätzen die Zusage: „Wir springen einen Abend – zwei Abende? – als Babysitter ein.“ Großeltern sind stolz über die Fortschritte ihrer musizierenden Enkelkinder. Ein Gutschein für eine Hausmusikeinladung bereitet Freude.
– Auch ein ganz einfacher „altmodischer“, handgeschriebener Brief, in dem man Zuneigung ausspricht, löst im Internet-Zeitalter Freude aus.
– Zwei nette Geschenk-ideen: Einen Sympathiekoffer mit allerlei Sachen packen und Texte dazu schreiben: ein Stück Brot (ohne dich kann ich nicht leben, weil ich dich zum Anbeißen gern habe), Salz (du bist die Würze), Kreuz, z. B. aus Stroh (auch wenn es schwierig ist, halte ich fest zu dir), Sonnenblumensamen für „Sonne im Herzen“, einen Stein (wenn etwas schwer auf deinem Herzen liegt, dann will ich dir beim Wegtragen helfen), usw.
– Ein Ehepaar schenkte einmal Freunden Geschenkpackerl für alle Sinne (war nicht ganz billig, kam aber gut an). Für Schmecken: Früchtetee (oder Wein), Sehen: Kerze, Tasten: Qi-Gong-Kugeln (Alternative: stacheliger Plastikball zum Greifen, Mandala, ...), Riechen: Duftöl, Hören: eine CD, z. B. von einer in der Pfarrkirche aufgenommenen Festmesse.
– Globetrotter und Reisegefährten lassen sich kreativ beschenken: Mit kleinem „Sprachkurs-Buch“ oder einem Reiseführer zum Gustomachen für ein künftiges Reiseziel, dazu eventuell eigenes Mitbringsel von dort (Stein, Papiergeldschein).