Mit den Stimmen aller Parlamentsparteien wurde am Donnerstag vergangener Woche die Bundesregierung ersucht, ihre ablehnende Haltung gegenüber der „aktiven Sterbehilfe“ beizubehalten. Weiters wurde im Entschießungsantrag des Gesundheitsausschusses der Sozialminister aufgefordert, einen „österreichweiten Hospizplan“ zu erarbeiten. Er soll „eine ausreichende Versorgung mit mobilen, ambulanten und stationären Hospizdiensten sicherstellen“. Der Wirtschaftsminister wird ersucht, bis längstens 1. Jänner 2003 ein Modell zur Verwirklichung der Karenz zur Sterbebegleitung vorzulegen. Sie soll die teilweise oder gänzliche Freistellung für drei Monate – mit Verlängerungsmöglichkeit auf sechs Monate – zur Betreuung Sterbender sichern. „Es ist ein äußerst positives Signal für die politische Kultur, dass sich die Parteien bei diesen wesentlichen Fragen des Lebens einig gezeigt haben“, betonte Wiens Caritasdirektor Michael Landau.