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Evangelium Mt 1, 18–24

Ausgabe: 2001/51, Evangelium, Lesung, Glaube, Liturgie,
19.12.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz

Evangelium Mt 1, 18–24

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, dass sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes.

Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloss, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hatte: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. Als Josef erwachte, tat er, was der Engel des Herrn ihm befohlen hatte, und nahm seine Frau zu sich.




1. Lesung Jes 7, 10–14

Ein Bruderkrieg: das Nordreich Israel will mit anderen kleinen Königreichen das Südreich Juda in ein Bündnis gegen die mächtigen Assyrer zwingen. Jesaja bringt dem verzagten König Ahas ein Angebot, Gott bietet ihm ein Zeichen an. Ahas ist bloßgestellt: Wenn er das Zeichen annimmt, bindet er sich an Gott. Ahas kann und will in seiner schwierigen politschen Situation aber gar nicht allein auf Gott vertrauen. Wütend schleudert Jesaja ihm entgegen, dass Gott genug habe. Er kündigt die Geburt eines Sohnes aus dem Geschlecht Davids an: erst seinem Nachfolger gilt Gottes Hoffnung.

Der Herr sprach noch einmal zu Ahas; er sagte: Erbitte dir vom Herrn, deinem Gott, ein Zeichen, sei es von unten, aus der Unterwelt, oder von oben, aus der Höhe. Ahas antwortete: Ich will um nichts bitten und den Herrn nicht auf die Probe stellen. Da sagte Jesaja: Hört her, ihr vom Haus David! Genügt es euch nicht, Menschen zu belästigen? Müsst ihr auch noch meinen Gott belästigen? Darum wird euch der Herr von sich aus ein Zeichen geben: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären, und sie wird ihm den Namen Immanuel (Gott mit uns) geben.




Weih-Nächte

Heilige Nacht! eine Nacht wie so viele,mit glücklosen Menschen auf finsteren Straßen.
Ganz rasch die Zäune dicht,die Türen zu, dass keiner uns stört,wenn wir singenvom Kind in der Krippe!
Die Weihnachtsgans ist viel zu groß wie jedes Jahr, und immer die Sorge, was tun mit dem Rest!
Der Weihnachtsmüll stinkt zum Himmel,nimmt den Engeln die Luft für die Botschaft vom Frieden auf Erden.
Doch das macht nichts:Wir haben sie auf Band.

2. Lesung Röm 1, 1–7

Gott vertraut den Menschen sein Evangelium an. Am Beginn seines Briefes hebt Paulus seine gnadenhafte Berufung hervor.

Paulus, Knecht Christi Jesu, berufen zum Apostel, auserwählt, das Evangelium Gottes zu verkündigen, das er durch seine Propheten im Voraus verheißen hat in den Heiligen Schriften: das Evangelium von seinem Sohn, der dem Fleisch nach geboren ist als Nachkomme Davids, der dem Geist der Heiligkeit nach eingesetzt ist als Sohn Gottes in Macht seit der Auferstehung von den Toten, das Evangelium von Jesus Christus, unserem Herrn. Durch ihn haben wir Gnade und Apostelamt empfangen, um in seinem Namen alle Heiden zum Gehorsam des Glaubens zu führen; zu ihnen gehört auch ihr, die ihr von Jesus Christus berufen seid. An alle in Rom, die von Gott geliebt sind, die berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater, und dem Herrn Jesus Christus.
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