Ausgabe: 2001/51, Weltfriedenstag, Papst, Frieden, Terror
19.12.2001
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
Terrorismus kann niemals religiös gerechtfertigt werden. Das betont Papst Johannes Paul in seiner Botschaft zum Weltfriedenstag der katholischen Kirche am 1. Jänner. Der Terrorismus basiere auf der „Verachtung des Lebens“ und sei ein „Verbrechen gegen die Menschheit“. Es sei ein Missbrauch der Religion, sich „im Namen Gottes als Terrorist zu bezeichnen“, erklärt der Papst. Er ruft die Führer der großen Weltreligionen auf, sich gemeinsam für die Beseitigung der sozialen und kulturellen Ursachen des Terrorismus einzusetzen und jegliche terroristische Gewalt entschieden zu verurteilen. Der Papst spricht in seiner Botschaft auch von einer „legitimen Verteidigung“ gegen den Terror. Dafür aber müsse der Schuldige identifiziert werden. Eine Verfolgung dürfe nicht auf die Nationen, Ethnien oder Religionen, denen die Terroristen angehören, ausgedehnt werden. Der Papst verweist auch darauf, dass Unterdrückung und Ausgrenzung Wurzeln des Terrors sein können, aber ihn niemals rechtfertigen.