Nicht nur für die Mitmenschen, auch für den Betroffenen selbst kann Schnarchen ein ernstes Problem werden. Vom „Ausgesperrt werden“ abgesehen, stehen sie morgens unausgeschlafen und wie gerädert auf, sind tagsüber lustlos, streitsüchtig, unkonzentriert und neigen häufig zum Einschlafen. Ursache dafür ist die fehlende Erholung im Schlaf. Krankhaftes Schnarchen verhindert, dass der Schläfer in die erholenden Tiefschlafphasen kommt. Drei bis vier Schlafzyklen werden pro Nacht durchlaufen, jeweils mit den Leichtphasen 1 und 2 und den Tiefphasen 3 und 4. Am Ende jedes Zyklus steht eine Traumphase (REM-Schlaf). Beim Schnarcher kommt es vor Erreichen der Tiefschlafphase zu einer Atemstörung, indem der Rachen-Schlundbereich durch den schlaffen Zungengrund verengt oder verschlossen wird. Die Sauerstoffknappheit nach längerem „Atemstillstand“ weckt den Schläfer und das Spiel beginnt von vorne. Übergewichtige Personen neigen stärker dazu als andere. Starkes Übergewicht kann alleine nächtliche Atemstörungen mit gleichen Auswirkungen erzeugen. Treffen obige Beschwerden zu, sollte man sich in einem Schlaf-labor untersuchen lassen. Für bestimmte Betroffene kann eine Überdruckbeatmung (nCPAP) mit einer Nasenmaske beim Schlafen zu neuer Lebensqualität führen. Wichtig ist eine Gewichtsreduktion. Meiden Sie Alkohol und schlafen Sie nicht in flacher Rückenlage.