Die weltweite Verfolgung von Christen und religiösen Minderheiten hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Das stellte vergangene Woche der „Arbeitskreis für Menschenrechte“ der CDU in Deutschland fest. Besonders in islamisch geprägten Ländern gebe es eine massive Diskriminierung von Christen. Im Sudan, Iran und Saudiarabien drohe Muslimen, die zum Christentum konvertieren, die Todesstrafe. In Saudiarabien werde die Einhaltung der Religionsgesetze durch eine eigene Polizei penibel überwacht. Außerdem unterstütze das Land muslimische Bewegungen, die – wie in Nigeria – für eine Ausweitung des islamischen Rechts kämpfen. Seit der verfassungswidrigen Einführung der Sharia in nordnigerianischen Provinzen sei es zu gewalttätigen Konflikten zwischen Christen und Muslimen gekommen. Auch in der Türkei und den kommunistischen Staaten Ostasiens (China, Vietnam und Nordkorea) würden Christen weiter benachteiligt und verfolgt. Der Ausschuss verwies auch auf die Übergriffe auf Christen durch nichtstaatliche Gruppen in Indien, Pakistan, Indonesien und Kolumbien. Er forderte die EU auf, jährlich einen Bericht zur Religionsfreiheit zu erstellen und die wirtschaftliche Unterstützung der Länder von der Einhaltung der Menschenrechte abhängig zu machen.