Tief erschüttert gedachte Papst Johannes Paul II. am Gründonnerstag der Opfer des Terroranschlages von Nethanja und deren Angehörigen. Ein Hamas-Selbstmordattentäter hatte sich am Vorabend des jüdischen Pessach-Festes und zu Beginn des arabischen Gipfels, bei dem der saudische Friedensplan zur Debatte stand, in der Lobby des „Park-Hotels“ in die Luft gesprengt. 15 Israelis waren auf der Stelle tot, mindestens 100 wurden zum Teil schwer verletzt. Die menschenverachtende, verabscheuungswürdige Tat, so der Papst, hat zum Abbruch der amerikanischen Bemühungen um einen Waffenstillstand geführt. Nach diesem Anschlag dürfte auch ein Friedensappell ungehört bleiben, den wenige Tage zuvor hochrangige Vertreter der katholischen Kirche, des Judentums und des Islam auf Initiative der Gemeinschaft Sant’Egidio anlässlich der „heiligen Woche“ veröffentlicht haben.