Kampala. Wegen der Ermordung eines irischen Priesters sind zwei Soldaten der ugandischen Armee hingerichtet worden. Die beiden waren von einem Militärgericht schuldig gesprochen worden, am 21. März den 31-jährigen Mill-Hill-Missionar Declan O’Toole sowie dessen Fahrer und eine Pfarrangestellte erschossen zu haben. Der Missionar war bereits am 10. März von Regierungssoldaten misshandelt worden. Die irische Regierung kritisierte in einer Protestnote die Hinrichtung. Die Eile des Verfahrens und das Fehlen einer Berufungsmöglichkeit ließen Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Prozesses aufkommen.
- AKV gegen Volksbegehren
Wien. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft katholischer Verbände (AKV), Josef Zemanek, hat sich gegen das Sozialstaat-Volksbegehren ausgesprochen. Das Volksbegehren entbehre jeder Grundlage und sei „unsinnig“. Österreich sei ein Sozialstaat und das bedürfe keiner verfassungsrechtlichen Verankerung. Zemanek befürchtet, dass das Volksbegehren zu unnötigem parteipolitischem Hickhack führe, notwendige Reformen behindere und die Untertanenmentalität stärke.
- Zerstörung von Kirchen
Bukarest. Auf eine Anfrage des CSI-Aktivisten und Herz-Jesu-Missionars P. Jakob Förg teilte das rumänische Staatssekretariat für Kultusfragen mit, dass es die Zerstörung von elf griechisch-katholischen Kirchen durch orthodoxe Anhänger überprüfen werde. Zu dem von Förg genannten Fall im Dorf Vadu Izei teilte das Kulturministerium mit, dass der Abriss der Kirche von den lokalen Behörden widerrechtlich genehmigt wurde. Der Verantwortliche sei aus dem Amt entfernt worden. Außerdem kündigte das Ministerium Maßnahmen zur Verhinderung von Kirchenzerstörungen an.