Sie wollten helfen und daraus ist Freundschaft entstanden – via E-Mail schreiben fünf Mädchen Kindern in Indien.
„Hinter all dem steht eine göttliche Kraft, vor der wir uns tief verneigen“, schreiben Traude und Vishu aus Indien an die Mädchen aus Roßbach. Das Ehepaar ist auf Unterstützung von außen angewiesen, um ihr Kinderheim führen zu können.
Österreicherin in Indien
Johanna Erlinger, Stefanie Burgstaller, Marion Aigner, Elisabeth Huemer und Bernadette Uttenthaler sind in einer Jungschargruppe. Die 13- und 14-jährigen Mädchen wollten ein soziales Projekt unterstützen. Durch eine Bekannte ihrer Jungscharleiterin (und Mutter) Anneliese Uttenthaler haben sie Kontakt zu Traude Englert gefunden, die mit ihrem Mann Vishu in Südindien, in Tenkasi, ein Kinderheim führt. Traude Englert stammt aus Niederösterreich. Sie hat mit ihrem Mann Kinder von der Straße aufgenommen, die verwaist sind oder deren Eltern sich nicht um sie kümmern können. Inzwischen sind es zwanzig. Das Heim wurde mit Spenden aus Österreich erbaut.Über das Internet hat die Gruppe aus Roßbach Kontakt zu den „Heimeltern“ aufgenommen und bald folgte ein reger E-Mail-Kontakt auf englisch mit den dort lebenden Kindern. Begeistert schreiben die Kinder und Jugendlichen seither hin und her. Die Roßbacher Jungscharmädchen veranstalteten einen Oster-Bastelmarkt und gestalteten den Muttertags-Gottesdienst mit Schulkindern musikalisch. Für den anschließenden Pfarrkaffee wurden sie von ihren Müttern unterstützt. Den Erlös der Veranstaltungen – 1.110 Euro – werden sie nach Indien überweisen. Anneliese Uttenthaler ist sich sicher, dass der Kontakt via Internet noch lange halten wird. „Es ist ja auch für uns eine große Bereicherung, Gemeinschaft in unserer Gruppe einmal so intensiv zu erleben und dann eine Beziehung auf so große Entfernung aufzubauen, mit völlig anderen Lebensbedingungen“, meint sie.