555 Jugendliche suchten im Februar 2004 eine Lehrstelle in Oberösterreich; sie hätten sofort die Arbeit antreten können. 2.464 Jugendliche waren als sonstige an Lehrstellen Interessierte registriert.
Verglichen mit dem Februar 2003 gibt es im heurigen Februar um zwanzig sofort verfügbare Lehrstellensuchende mehr und um 137 sofort verfügbare offene Lehrstellen weniger. 555 suchenden Jugendlichen standen 483 offene Stellen gegenüber. Die Gewerkschaftsjugend Oberösterreich kritisierte vor einem Monat, dass angesichts von 2.400 Jugendlichen in Oberösterreich, die keine Lehrstelle haben, jungen Menschen vermittelt werde, sie würden am Arbeitsmarkt nicht gebraucht. Ähnlich massiv meldete sich auch Landeshauptmann-Stellvertreter Erich Haider zu Wort: In Oberösterreich gab es Ende des Jahres 2003 fast 11.700 Jugendliche, die einen Ausbildungs- und/oder Arbeitsplatz suchten, sagte er. 7.200 waren arbeitslos, die anderen in Schulung oder sie suchten Lehrstellen.
Ende Februar meldete sich zur Jugendarbeitslosigkeit und Lehrstellensuche der Präsident der Wirtschaftskammer Oberösterreich, KommR Dr. Rudolf Trauner, zu Wort. Faktum sei, dass Oberösterreich seit Jahrzehnten bundesweit das Lehrlingsland Nummer 1 sei. Zu Jahresbeginn 2004 waren etwa 26.000 Lehrlinge gemeldet. „Bei allem Verständnis für den Wunsch-Lehrberuf und die örtliche Lage des Ausbildungsbetriebes muss auch an die Flexibilität der Jugendlichen appelliert werden. Immerhin gibt es in acht von 15 AMS-Bezirksregionen mehr offene Lehrstellen als Lehrstellensuchende ...“