„Christliche Rituale feiern im Lebens- und Jahreskreis“: Unter diesem Thema stand der heurige Impulstag für die Männer und Frauen der Diözese, die als Gottesdienstleiter/innen ausgebildet sind. Die Theologin Christiane Bundschuh-Schramm wies in ihrem Referat auf die gesellschaftliche Rückkehr der Rituale hin. Ein Beispiel dafür ist das Gedenken zum Jahrestag an die Opfer der Terroranschläge in Spanien vom März 2004. Ohne Worte weihte das Königspaar den „Wald der Abwesenden“ als Mahnmal ein, nach fünf Minuten des Schweigens spielte eine junge Cellistin das Stück „Gesang der Vögel“. Trotz ihrer Schlichheit und Kürze war die Feier würdevoll. Die Referentin machte auch auf die steigende Zahl der Lebenswenden aufmerksam: Zwischen Hochzeit und Krankensalbung gibt es eine Fülle von Ereignissen, die für die Deutung aus dem Glauben offen sind. Dazu gehören die Lebensmitte mit den „runden Geburtstagen“ oder die Pensionierung. Neben neuen Ritualen steckt aber im traditionellen Kirchenjahr eine besondere Chance. „Es kommt darauf an, das Kirchenjahr so zu feiern, dass Menschen ihre persönlichen Lebenserfahrungen und Lebensgeschichten damit verweben können“, so Bundschuh-Schramm.