Eine halbe Million Menschen feierten in Rom mit Papst Benedikt XVI. am Sonntag dessen Amtseinführung. In einer beeindruckenden Predigt skizzierte der neue Papst, wo er die Herausforderungen der Zeit und die Aufgabe der Kirche sieht. Es ginge ihm – so Papst Benedikt – nicht darum „meine Ideen durchzusetzen, sondern gemeinsam auf den Willen des Herrn zu hören“. Er sprach von Wüsten der Armut und der Einsamkeit. Die Kirche als Ganzes – und die Hirten in ihr – müssten sich auf den Weg machen, um Menschen aus diesen Wüsten herauszuführen.
Wie schon am Tag nach der Wahl kündigte der Papst in der immer wieder von Beifall unterbrochenen Predigt an, er wolle Diener der Einheit sein. Das bekräftigte er auch am Montag bei der ersten Audienz für Vertreter der christlichen Kirchen. Er rief zum ökumenischen Dialog auf und lud die Weltreligionen zur Zusammenarbeit ein. Mut, Milde, Festigkeit und Hoffnung seien gefordert, um das Ziel zu erreichen.