Ausgabe: 2008/40, Jesus, Haberer, Poxrucker, Bibeltexte, St. Peter am Wimberg
01.10.2008
- Paul Stütz
Mit ihren Kommentaren zum Sonntagsevangelium hat Stefanie Poxrucker (21) im September die KIZ-Leser/innen begeistert. Im KIZ-Gespräch erzählt sie, wie sie den guten Zugang zur Bibel findet und was eine zeitgemäße Bibelsprache ist.
„Verstörend und grausam“. Manche Bibeltexte seien sehr schwer zu verstehen, meint die 21-jährige FH-Studentin Stefanie Poxrucker. „Es gibt aber immer ein tieferer Sinn“. Um die Bibel besser zu verstehen, komme es darauf an einen authentischen Bezug zum heutigen Leben herzustellen, betont Poxrucker, die sich den biblischen Themen mit unkonventionellen Methoden nähert. Bei den Jugendmessen im Stift Schlägl, die sie mitgestaltet, achtet Stefanie Poxrucker etwa darauf, dass das Wort Gottes nicht zur Dauerberieselung wird. „Natürlich kenn ich auch selbst das Gefühl, wenn man bei einer Predigt schnell abdriftet“, sagt sie. Deshalb werden die Jugendlichen in die Feier direkt miteinbezogen. Etwa durch Diskussionen über das Evangelium oder das Nachspielen von Bibelszenen.
Cooler Jesus. Als Jungscharleiterin übersetzt Stefanie Poxrucker gemeinsam mit Kindern Bibeltexte in eine zeitgemäße Sprache. Aus Passagen wie „Freut euch, jauzet dem Herrn“ wird so: „Jesus ist ein echt leiwander Haberer“ oder: „Jesus ist voll cool.“ Auch ihre Bewunderung für Jesus formuliert Stefanie Poxrucker, die seit April 2007 ehrenamtliche Vorsitzende der Katholischen Jugend Oberösterreich ist, in unfrommen, aber leidenschaftlichen Worten: „Hut ab vor dem, was Jesus gemacht hat. Ob das heute auch noch jemand schaffen würde?“
Bibel neben Bett. Seit vielen Jahren ist sie bei der Katholischen Jugend engagiert in der Pfarre St. Peter am Wimberg. Nach der Jungschar hat die Firmvorbereitung und eine Wallfahrt nach Taizé ihre Spuren hinterlassen und ihre Bindung an die Kirche verstärkt. „Es hat mich nicht mehr losgelassen“, erzählt Stefanie, die neben ihrem Bett die Bibel liegen hat. „Wenn mich etwas interessiert, schau ich dann noch schnell einmal rein.“