Mit Großplakaten wendet sich die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) gegen den Handel mit Weihnachtsartikeln im Herbst. „Ich bin keine Spaßverderberin, aber ich wehre mich gegen eine Winter-Wohlfühl-Weihnachtszeit mit Christstollen, Sternenglitzer, Weihnachtsliedern und Lebkuchen von August weg“, sagte die evangelische Landesbischöfin Margot Käßmann unlängst bei der Enthüllung des ersten Großplakates an der Marktkirche in Hannover. Die Plakate zeigen einen grünen Zweig mit einem reifen Apfel, neben dem eine rote Christbaumkugel hängt. Jetzt sei die Zeit der grünen Äpfel und nicht die Zeit der roten Christbaumkugeln, sagte die Bischöfin. Es seien noch zwei Monate hin bis zum Advent. Erst in ein paar Wochen komme die stille Zeit der Besinnung. Wenn schon im September die Geschäfte weihnachtlich geschmückt würden, werde das Christfest kommerzialisiert und die Rituale gerieten durcheinander, kritisiert Käßmann. Die Initiative „Alles hat seine Zeit – Advent ist im Dezember“ wurde 2001 von Käßmann gestartet und wird seit 2004 von der Evangelischen Kirche in Deutschland getragen. Die Aktion habe in den vergangenen Jahren schon viel erreicht. „Die Sensibilität für dieses Thema ist gestiegen. Viele haben ihr Kaufverhalten verändert“, so die Bischöfin. Weitere Motive der Plakatinitiative sollen im November folgen.