In einer aktiven Pfarrgruppe hat er seine Liebe zur Katholischen Männerbewegung entdeckt. Mitte Oktober wurde Leopold Wimmer zum neuen Österreich-Vorsitzenden der KMB gewählt.
Im Laufe seines Lebens ist dem 56-jährigen Niederösterreicher Leopold Wimmer die Katholische Männerbewegung ein wichtiges „Stück menschlicher und kirchlicher Heimat“ geworden. In der „recht aktiven“ Pfarrgruppe von Friedersbach, deren Obmann er seit 1985 ist, hat Wimmer die KMB schätzen gelernt. Diese Wurzeln sind ihm bis heute wichtig. „Denn grundsätzlich geht es uns in der KMB darum, Männern über den Stammtisch hinaus eine Gemeinschaft zu bieten, in der man sich ernsthaft und freundschaftlich über Fragen des Lebens, der Gesellschaft und des Glaubens austauschen kann. Eine Gemeinschaft, wo man sich gegenseitig bestärkt und unterstützt.“ Das sei gerade in unserer Zeit des Individualismus hochaktuell, denn „viele Männer sind zwar in ihrem Beruf wirklich firm, aber wenn es darum geht, über ihren Glauben zu reden, über ihr Mannsein, über eine zeitgemäße Vater- oder Partnerrolle, da brauchen sie den geschützten Raum der Gemeinschaft.“
Aufatmen. Religiös geprägt wurde Wimmer durch seine Eltern, den MKV und Gemeinschaftserlebnisse mit der KJ (Taizéwochen). Seit 1990 ist er Diözesanobmann der KMB St. Pölten. Drei Jahre später wechselte der gelernte Physiker aus einer erfolgreichen Karriere in der Privatwirtschaft zur Caritas, weil er deren Arbeit schätzen gelernt hatte. Solidarität ist ihm auch ein zentrales KMB-Anliegen – neben Gemeinschaft und einem freudig und bewusst gelebten Glauben.
DI DR. Leopold Wimmer: „Ich erlebe meinen Glauben als große Bereicherung, der meinem Leben Sinn, Freude und Tiefgang gibt. In der Gemeinschaft der KMB werde ich darin bestärkt und kann das auch weitergeben.“