Ausgabe: 2008/44, Kommentare, Kirche, Christen, Fremdenfeinlichkeit, Jugendliche, Regina Polak, Entführungsopfer, Mexiko, Guerillas, Women of the year, Geisel-Opfer, Entführungsopfer
29.10.2008
Die Kirche ist gefordert Es müsste uns Christen sehr betroffen machen, dass rund 40 Prozent der Jugendlichen fremdenfeindliche und gesellschaftsspaltende Rechtsparteien gewählt haben. Mit diesem und anderen Beispielen appellierte die Pastoraltheologin Regina Polak an die Teilnehmer/innen des „Reformdialogs“, angesichts der innerkirchlichen Reform- und Dialogverweigerung nicht die Probleme der Menschen und der Gesellschaft zu übersehen. Die Mahnung ist wichtig. Aber eine Kirche, die nach „außen“ glaubwürdig auftreten will, kann das nur, wenn sie sich selber bemüht, im Heute das Bild eines liebenden, gerechten und barmherzigen Gottes zu leben. Dazu bedarf es eines neuen Miteinander im Gottesvolk, in dem die Bedürfnisse und Charismen der Gemeinden ernst genommen und die Türen allen geöffnet werden.
Hans Baumgartner
Entführungsopfer endlich frei lassen
In Mexiko werden nach neuesten Angaben täglich 20 Menschen verschleppt. In Kolumbien sollen sich bis zu 3000 Entführte in der Gewalt von Guerillas befinden. Die kolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt – sie ist am 26. Oktober in Wien mit dem „Woman of the Year“-Preis ausgezeichnet worden – war selbst ein Geisel-Opfer. Was es bedeutet, jemandem absolut ausgeliefert zu sein, gefangen zu sein, Qualen erleiden zu müssen, weiß sie als Betroffene wohl am besten. Ihrem Aufruf zu einem weltweiten Friedensmarsch am 28. November im Hinblick auf die Freilassung von Entführungsopfern – man denke hier auch an die Sahara-Geiseln aus Salzburg – sollte man unbedingt nachkommen.