Schlagen, beißen, kratzen, boxen ... „Wenn Kinder gegen sich und andere Gewalt anwenden, ist Feuer am Dach“, sagt Dr. Max Kastenhuber, Abteilungsleiter Therapie im Diakonie Zentrum Spattstraße, Linz. Für diese Kinder bietet das Zentrum mit der Tagesklinik eine spezielle Nachmittagsbetreuung an. Dr. Kastenhuber: „Kinder brauchen nicht nur klare Grenzen, sondern auch ein soziales Netz, das ihnen Sicherheit und Geborgenheit gibt.“ In immer mehr Familen aber werde die Zeit zum Miteinander-Leben und Erleben immer knapper. Kinder sollen „funktionieren“, ihre Bedürfnisse nach Zuwendung, Liebe, Unterstützung, Stärkung des Ichs und des Selbstwertes treten in der Erziehung zunehmend in den Hintergrund. - Heilpädagogische Tagesklinik für Kinder im Alter von sechs bis maximal fünfzehn Jahren, DSA Gerhard Eisschiel, Zentrum Spattstraße, Tel. 0732/34 92 71-36.Erziehungstipps gibt Dr. Max Kastenhuber, der die Familienberatungsstelle des Zentrums leitet, kostenlos unter 0732/34 92 71-34.
Kultursensibel
„Wahre Toleranz kann nur gelebt werden, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht“. Diese Aussage ist die Schlussfolgerung des Projektes „Kultursensible Begleitung Älterer. Wenn Glaube und Werte woanders zu Hause sind“ von Caritas, Diakoniewerk und Land Oberösterreich. Es ging um Fragen zur Pflege und Betreuung von Migrant/innen. Das Projekt wurde am 18. November nach dreijähriger Laufzeit abgeschlossen. „Mitarbeiter/innen in der Altenarbeit sollten für das Thema kultursensible Betreuung und Begleitung sensibilisiert und qualifiziert werden“, erläuterte Josefine Mair, Geschäftsführerin der Caritas für Betreuung und Pflege. „Es muss auch im Alter und im Sterben die Chance geben, anders sein zu können.“