Energiekrise könnte Umdenken für erneuerbare Energien beschleunigen
Ausgabe: 2009/03, Krise, sonnige Aussichten, Scheiterhaufen, Holz, Solarenergie, Solarier, Alfred Ebner, Erich Balmer, Katsdorf, Engerwitzdorf, Biomasse, OMV, alternative Energie, erneuerbare Energie
14.01.2009
- Matthäus Fellinger
Brennholz - firewood [ (c) www.BilderBox.com, Erwin Wodicka, Siedlerzeile 3, A-4062 Thening, Tel. + 43 676 5103678.Verwendung nur gegen HONORAR, BELEG,URHEBERVERMERK und den AGBs auf bilderbox.com](in an im auf aus als and beim mit einer einem eines
3.300 Kilometer wird sie lang sein. Wenn sie fertig ist, dann soll von der Türkei bis in das österreichische Baumgarten an der March Erdgas strömen. Bei der OMV hofft man dadurch, unabhängiger von russischen Gas-Importen zu werden. 2013 soll durch die Nabucco-Leitung Gas strömen. Doch zunehmend mehr Menschen sind skeptisch. Sie setzen lieber auf erneuerbare Energien. Die „Solarier“ zum Beispiel aus Katsdorf.
Vor 22 Jahren gründeten drei junge Männer, die in der Katholischen Jugend Land engagiert waren, die heutige SOLARier GmbH in Katsdorf/Engerwitzdorf. Um die wichtigste Energiequelle anzuzapfen, braucht es keine milliardenteuren Pipelines. Es genügt die Leitung auf das eigene Dach. Seit 1987 haben die SOLARier über 12.000 Solaranlagen errichtet. Mitbegründer Alfred Ebner hat Ende 2008 die Geschäftsführung des Unternehmens an Erich Balmer übergeben. Er bleibt jedoch weiter im Unternehmen und will vor allem ein „Botschafter“ für Solarenergie sein. Das ist er mit Herz. Das gewaltige Potenzial an erneuerbarer Energie, das die Wissenschafter errechnen, gibt ihm Hoffnung, dass die Energiewende zum Besseren zu schaffen wäre. Die Sonne ist dabei der interessanteste Energielieferant. Doch auch Biomasse-Anlagen sind, dank modernster Technologie, sauber. Mit nur einem Promille der zur Verfügung stehenden erneuerbaren Energie könnte man den gigantischen Energieaufwand auf der Erde decken, rechnet Alfred Ebner vor. „Das gibt mir ein Gefühl der Sicherheit“, meint er, und: „Es ist eine Frage der geistigen Reife der Menschheit.“
Europäische Umwelt-Ziele. Erst im Dezember 2008 hat man sich im Europäischen Parlament auf die neue EU-Richtlinie für Erneuerbare Energie geeinigt. Bis 2020 sollen in Europa 20 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen gedeckt werden. Für Österreich, das viel bessere Voraussetzungen als andere Länder mitbringt, liegen die Ziele deutlich höher. 34 Prozent – ein Drittel der Energie – soll bis 2020 aus erneuerbarer Energie stammen.
Auch Gasvorräte sind begrenzt. Angesichts der derzeitigen weltweiten Energiekrise meint Dr. Heinz Kopetz, Präsident des Österreichischen und Europäischen Biomasse-Verbandes: „Um zu verhindern, dass uns nicht in drei, fünf oder zehn Jahren eine noch viel fatalere Energiekrise trifft, müssen jetzt die richtigen Weichenstellungen für die Zukunft erfolgen.“ Mit neuen Gasleitungen würde seiner Ansicht nach nur viel „Geld vergraben“. Auch die Gas-Vorräte wären begrenzt. Schier grenzenlos scheint demgegenüber das Potenzial an Solarenergie. Ihre Nutzung hat noch dazu den Vorteil, dass sie kleinräumig auf kurzen Wegen möglich ist. Die Wirtschaftsleistung bleibt in der Region. Unternehmen im eigenen Land produzieren und montieren die Anlagen. Verbesserte Technologien haben die Montage einfach gemacht. Landesförderungen bieten zusätzliche Anreize.
Zum Thema
Ein Tag mit der Sonne
Am Samstag, 24. Jänner findet bei den „SOLARiern“ in Katsdorf/Engerwitzdorf der „SUN-Day“ statt. Es gibt Ausstellungen und Vorträge rund um das Thema Energie. Über Dämmen, Lüften, Sanieren gibt es Vorträge. Tobias Plettenbacher wird den Ursachen der Wirtschaftskrise nachgehen. Zueinem Tag, der zu bewusstem Leben anregen will, gehört auch die Beziehungsthematik.
- Sa. 24. Jänner, 9 bis 16 Uhr, Katsdorf/Engerwitzdorf. www.solarier.at