„Tag des Judentums“ und Weltgebetswoche für die Einheit der Christen
Ausgabe: 2009/03, Gott, Sünde, Teilung, Tag des Judentums, Weltgebetswoche, Einheit der Christen, Christliche Kirchen, Ökumene
14.01.2009
Vom 18. bis 25. Jänner begehen die christlichen Kirchen die Weltgebetswoche für die Einheit. Bewusst einen Tag vor Beginn der Gebetswoche feiern christliche Kirchen mehrerer Länder den „Tag des Judentums“.Die ökumenische Dialoggruppe „Teshuvá“ aus Mailand brachte die Idee, den 17. Jänner als „Tag des Judentums“ zu feiern, 1997 in die Zweite Europäische Ökumenische Versammlung in Graz ein. Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich griff dieses Anliegen auf und lädt seit dem Jahr 2000 dazu ein, in den christlichen Gemeinden, aber auch bei ökumenischen Veranstaltungen den „Tag des Judentums“ zu begehen. Der Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit sagt dazu: „Vor der Weltgebetswoche für die Einheit feiern die Kirchen, was sie alle vereint und trägt: Die Verwurzelung im Judentum und die Weggemeinschaft mit den jüdischen Gemeinden heute. Es ist ein Lehr- und Lerntag für die christlichen Kirchen.“ Anlässlich des 10. „Tags des Judentums“ in Österreich erinnert der Präsident des Koordinierungsausschusses, Helmut Nausner, daran, dass dies für die christlichen Kirchen ein Tag der Erinnerung und der Buße ist. Der regelmäßige Gedächtnistag soll ein Anstoß gegen das Vergessen der jahrhundertelangen Verfolgung der Juden durch Christen sein und Wege eines neuen Miteinanders öffnen. - Infos: www.christenundjuden.org
Weltgebetswoche. Die Unterlagen für die Weltgebetswoche für die Einheit wurden heuer von Christ/innen aus Korea vorbereitet. Unter ihnen, die die Zerrissenheit des eigenen Landes an immer neuen Konflikten zwischen Nord- und Südkorea hautnah spüren, ist die Sehnsucht nach Einheit besonders stark. Die Vorbereitungsgruppe hat für die Gebetswoche um die Einheit ein Wort aus dem Propheten Ezechiel gewählt: „Dass sie eins sein mögen in deiner Hand“ (Ez 37, 17). Es erinnert an die Vision des Ezechiels, die die zwei geteilten (und zerstörten) Königreiche Israels als zwei Holzstöcke beschreibt, die Gott wieder zusammenfügt. Er sieht die Teilung als Ausdruck der Sünde, die Gott überwindet. - Infos: www.oikoumene.org/de/dokumentation