Wir leben in einer religiös hochsensiblen Zeit. Davon ist der indische Jesuitenpater Sebastian Painadath überzeugt. Vor Seelsorger/innen ermutigte er in Linz zum Dialog zwischen Ost und West.
Der Jesuit Painadath leitet in Südindien ein geistliches Begegnungszentrum von Hindus und Christen. Er ermutigt dazu, die Vielfalt der Religionen zu respektieren und die Einheit der Spiritualität in den verschiedenen Religionen wahrzunehmen. Er spricht von einem „neuen Zeitalter des Geistes“, das vom Dialog zwischen den Religionen geprägt sei. „Dialog ist die neue Art, wahrhaft Christ zu sein und glaubwürdig Christus zu verkündigen“, meint P. Painadath. „Wir leben heute in einer begnadeten Zeit der Kirchen“, ist Painadath überzeugt. In einer „Hochzeit zwischen Ost und West“ könnten westliche und östliche Religionen voneinander lernen. Die von Wort, Offenbarung und Erkenntnis geprägten westlichen Religionen können mit den von Stille, Erleuchtung und Meditation geprägten östlichen Religionen zusammenfinden. Eine „Hochzeit“ zwischen den prophetisch geprägten westlichen Religionen und den mystisch geprägten östlichen Religionen würde einen neuen Heilsweg zur Zukunft der Menschheit eröffnen.