„Es wird mich riesig freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen, mich dann auch im Parlament zu besuchen!“ – Dies sagte die Präsidentin des Nationalrates, Mag. Barbara Prammer, am Schluss ihres Statements bei 15 Jahre „isoliert – integriert“ am 27. März in Ried.
Die KirchenZeitung hatte das Projekt von Gymnasium Ried/I. und Allgemeiner Sonderschule Ried/I. schon 1996 mit dem Solidaritätspreis ausgezeichnet. Damals war es gerade etwas mehr als ein Jahr jung. Nun feierte die Freundschafts-Initiative, die Religionslehrer Mag. Gottfried Tischler begann, fünfzehnjähriges Jubiläum. Oberstufen-Schüler/innen des Gymnasiums haben seither regelmäßig mit Kindern der Adalbert-Stifter-Schule, einer Allgemeinen Sonderschule, teilweise während der Religionsstunden, teilweise in der Freizeit Kontakt und unternehmen viel miteinander.
Projekt mit viel Ausdauer. So viel Ausdauer und sich fortpflanzende Solidarität unter Jugendlichen ist schon eine große Feier wert. Dass aber gleich die Nationalratspräsidentin gekommen war, ist eine besondere Würdigung dieses Engagements. In der Bauernmarkthalle in Ried zeigte die x-te Schülergeneration, die mit dem Projekt verbunden ist, wie selbstverständlich das Miteinander sein kann, wenn man es nur zulässt. – Das kann durchaus auch eine schulische Aussage sein. – Isolierung muss nicht sein, das ist die Grunderfahrung aller, die sich bisher am Projekt beteiligt haben.
Auch die Gardemusik kam. Dreizehn gemeinsame Ausflüge innerhalb Österreichs wurden bisher als krönende Jahres-Aktivitäten unternommen. Diese Ausflüge – zum Beispiel nach Wien, Innsbruck, Klagenfurt – festigten die Freundschaften untereinander. Auch ein gewisses Naheverhältnis zur Maria- Theresia-Kaserne in Wien wuchs, von der man immer wieder Unterstützung bekam. So kam auch eine Abordnung der Gardemusik zur Jubiläumsveranstaltung.