In Oberösterreich leben laut Volkszählung Menschen aus 153 verschiedenen Nationen, die nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Mehr als 186.000 Menschen in unserem Bundesland (13,2 Prozent) haben, so der Stand vom 1. Jänner 2008, einen Migrationshintergrund, sind also zugewandert oder gehören Familien an, die zugewandert sind. Schon 1991 hat der Landtag eine Resolution verabschiedet, die von der Notwendigkeit sprach, Maßnahmen zur Integration von Migrantinnen und Migranten und zur Bekämpfung von Rassismus zu setzen. Seit 2001 gibt es dafür einen Dienstposten in der Sozialabteilung, seit August 2005 übt diese Funktion Mag. Renate Müller aus. Im November 2008 wurde das Integrationsleitbild von der Landesregierung beschlossen. Vier Grundzüge lassen sich dabei festmachen: Vielfalt leben (es gibt Chancen und Herausforderungen), Teilhabe sichern (gleichberechtigter Zugang zu Bildung, Arbeit, Gesundheit...), Zusammenhalt stärken und gemeinam Verantwortung tragen.Die Integrationsstelle wurde personell aufgestockt. Vernetzungsarbeit ist eine der ersten wichtigen Aufgaben; gemeindenahe Integrationsarbeit war dann erstes Thema der Landesintegrationskonferenz, zu der Vertreter/innen aus den verschiedensten Bereichen in regelmäßigen Abständen zum Austausch über Integrationsfragen zusammen kommen.