Frau C. ist verzweifelt. Die 25-Jährige hat einen sechsjährigen Sohn, ein zweites Kind ist unterwegs. Eine größere Wohnung ist notwendig, doch der Nachmieter ist abgesprungen und sie muss zwei Monate lang die Miete für zwei Wohnungen zahlen. Der Kindesvater zahlt keine Alimente mehr, die Bank lässt das Konto nicht mehr überziehen.
Dies ist ein Alltagsfall aus der Beratung der Caritas. Immer öfter kommen Alleinerzieherinnen mit ähnlichen Schicksalen zur Caritas – sie betreffen ein Viertel aller Vorsprachen. Eine von fünf Alleinerziehenden, so eine Studie, lebt in Armut. Für diese und viele andere Notsituationen bittet die Caritas im April und Mai bei der Haussammlung um Hilfe.
Die wichtigste Sammlung für die Caritas.
7000 Haussammler/innen werden unterwegs sein. Dank der Spenden vieler wurden im Vorjahr in 484 Pfarren 1,65 Millionen Euro gesammelt (ohne jene zehn Prozent, die für soziale Aktivitäten in der Pfarre bleiben). Heuer soll es mindestens genau so viel werden. Bei der Caritas hofft man, dass die Wirtschaftskrise, die die Not verschärft, nicht gleichzeitig auch die Spenden verknappt.
Zum Beispiel: Berufliche Integration
Ein Bereich, in dem die Caritas engagiert ist, ist die berufliche Integration von Menschen mit Beeinträchtigungen. Caritasdirektor Mathias Mühlberger:
2008 wurden 485 Menschen mit Beeinträchtigungen im Bereich „Arbeit und Ausbildung“ der Caritas für Menschen mit Behinderungen betreut. Dessen Aufgabe ist es, für Jugendliche und Erwachsene mit Beeinträchtigungen einen Arbeitsplatz zu finden und durch Arbeitstraining und Praktika die berufliche Integration zu fördern. Außerdem wird Beschäftigung in den eigenen Werkstätten und in anderen Betrieben angeboten.
Es gibt für die berufliche Integration Kooperationen von Caritas und Betrieben. Ein paar Beispiele dafür sind:Die Kooperation mit Spar, mit Baumax, mit einigen Betrieben in der Region um Peuerbach und ein neues Projekt mit der Bioholzofenbäckerei GmbH am Standort Ansfelden: Im Projekt Backma’s werden Jugendliche mit Beeinträchtigungen zuBäcker/innen und Konditor/innen ausgebildet.