Ein krisensicherer Arbeitsplatz! Im Bereich der Pflege ist das möglich. Mit einer Werbekampagne sollen junge Leute für Pflegeberufe in Alten- und Pflegeheimen angeworben werden.
Ein massiver Mangel an Pflegekräften steht ins Haus. Mit diesem Beitrag hat die KirchenZeitung vor zwei Wochen vom dramatischen Rückgang der Anmeldungen für die Ausbildung an den Pflege-Schulen berichtet. Jetzt startet das Sozialressort des Landes Oberösterreich zusammen mit den Ausbildungsstätten und der Arbeitsgemeinschaft der Alten- und Pflegeheime eine Werbe-Kampagne für Pflegeberufe. Unter dem Titel „Sinnstifter“ (Seite 28) sollen Menschen für Pflegeberufe interessiert werden. Denn: Die Sicherung des Pflegeniveaus in Oberösterreich ist weniger eine Frage des Geldes, sondern der Leute, die sich für entsprechende Berufe interessieren.Pflege wird heute nicht mehr von rasch angelernten Kräften in überfüllten Heimen geleistet. Viel wird unternommen, um die Lebensqualität alter Menschen zu Hause, durch mobile Dienste, oder in Heimen zu verbessern.
Qualitätsanspruch steigt. Alten- und Pflegeheime wurden in den letzten Jahren erneuert. Doch auch die Ansprüche an Pflegende sind gestiegen. Mit der Ausbildung zum Fachbetreuer oder zur Fachbetreuerin gibt es dafür einen krisensicheren Arbeitsplatz mit einer breiten Palette an Einsatzmöglichkeiten. Das Problem: Dem steigenden Bedarf an Fachkräften steht ein abnehmendes Interesse an der zweijährigen Ausbildung gegenüber. Sozial-Landesrat Josef Ackerl sieht massiven Bedarf vor allem bei den mobilen Diensten: „Hier muss sich das Angebot bis 2015 nahezu verdoppeln.“ Auch die Gewerkschaftsseite schlägt Alarm: „Da die Alten, Kranken und Schwachen in unserer Gesellschaft keine starke Lobby haben, verfügen auch die Einrichtungen, die sie versorgen, nicht über sprudelnde Finanzmittel“, weist Gewerkschafts-Vorsitzender Wolfgang Katzian auf die finanzielle Seite hin. „Soziale Arbeit ist mehr wert“, fordern die Gewerkschafter mehr Mittel für den Sozial- und Gesundheitsdienste.
- Über das Berufsfeld Altenfachbetreuer/in informiert demnächst die Homepage www.sinnstifter.info. Auskünfte schon jetzt bei: altenarbeit@sinnstifer.info, ARGE Altenheime: Tel. 075 58/29 300-52.