Gemeinsam mit Diözesanbischof Ludwig Schwarz feierten mehr als hundert Priester am Mittwoch in der Karwoche die „Missa Chrismatis“.
Bei dem feierlichen Gottesdienst im Mariendom wurden das Chrisamöl für Taufe, Firmung und Priesterweihe sowie das Katechumenen- und Krankenöl geweiht. Von den Dechanten werden die heiligen Öle weiterverteilt, sodass mit Ostern in jeder Pfarre die „neuen“ Öle verwendet werden können. In seiner Predigt ging Bischof Schwarz auf den priesterlichen Dienst ein. Er unterstrich, dass Priester keine „Robinson-Existenzen“ sein dürften, sondern ihr Amt in der Gemeinschaft der Priester mit dem Bischof ausüben sollten.
Zölibat. Zum Zölibat sagte er: Die Kirche vertraut darauf, dass sich in dieser Lebensform der Geist Jesu zeigt. „Wer den Zölibat lebt, wird ein anziehender Mensch.“ Der Bischof rief zu einem ehrlichen Umgang mit dem Zölibat auf: „Wer das Versprechen nicht halten kann, dem müssen wir helfen und beistehen, aber am Zölibat als Wert muss klar festgehalten werden.“
Bevor Diözesanbischof Ludwig Schwarz das feierliche Weihegebet über das Chrisamöl singt, fügt er dem Öl Balsam hinzu. Balsam ist ein aus Balsamstaude gewonnener Saft, der dem Öl einen besonderen Duft gibt.