Das Proponentenkomitee „Fasten und Beten für einen gemeinsamen Weg in der Kirche“ hat eine Fülle von Rückmeldungen bekommen. Der Tenor: Dank dafür, dass man mit der Initiative eine Möglichkeit fand, den Konflikt rund um die Ernennung von Pfarrer Wagner zum Weihbischof und die Ratlosigkeit über den künftigen Weg der Kirche geistlich zu verarbeiten – nicht nur in langen Diskussionen. Das Proponentenkomitee dankt allen, die in den vergangenen Wochen an den Freitagen gefastet und gebetet haben. Durch das positive Echo ermutigt schlägt das Komitee vor, bis Pfingsten konkrete Schritte der Auferstehung zu setzen. Da in den Wochen bis Pfingsten in den liturgischen Lesungen die junge Kirche im Mittelpunkt steht, könnten die unterschiedlichen Gruppen einer Pfarre die Zeit nutzen, um respektvoll über bestehende Differenzen zu reden. Unterschiede, die immer wieder zu Spannungen führen, sollten nicht unter den Teppich gekehrt, sondern angesprochen werden. Das Judentum mit seiner intensiven Streitkultur kann uns dabei ein Vorbild sein, meint Regionaldiakon Carlo Neuhuber vom Proponentenkomitee: „Leute, die uns beobachten, müssten sagen: Seht, wie gut sie miteinander streiten.“ Wichtig ist auch, das Problem der Kirchenstrukturen nicht isoliert zu sehen und die Themen wie Glaubensweitergabe oder die Solidarität mit den Menschen in der Wirtschaftskrise nicht aus den Augen zu verlieren. J. w.