Ungehindert und „gratis“ soll das heilige Brot zu den Leuten gelangen, betonte Univ.Prof. Dr. Gottfried Bachl bei der 24. Begegnung in der Linzer Synagoge am 7. Mai. „Der Vater, der Ewige, ist im Essen da“, unterstrich der frühere Dogmatikprofessor von Linz und Salzburg die Bedeutung des Essens in religiöser Hinsicht. Andere „Interessen“ hätten dem gegenüber zurückzutreten. Jesus wäre einer gewesen, der sich gerne zum Essen einladen ließ.
Auch Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg war Gast bei der Begegnung in der Synagoge. Die jüdische Religion – so Chaim Eisenberg – sieht die Speise ebenfalls als Geschenk Gottes an. Einziges Gebet, zu dem die Juden von der Schrift her angeleitet würden, wäre das Tischgebet. Fasten hätte im Judentum keine besondere Bedeutung, sehr wohl aber würden die Menschen angeregt, am Sabbat besser und reichlicher als sonst zu essen. Zur Begegnung in der Synagoge laden traditionell die Kultusgemeinde Linz und das Forum St. Severin ein.