„Caritas&Du. Ihre Spende kann Wunder wirken“, lautet das Motto der diesjährigen Augustsammlung. Die Caritas Oberösterreich stellt dabei ihre Hilfe für Menschen in der Republik Kongo in den Mittelpunkt. Susanne Hack von der Auslandshilfe der Caritas Oberösterreich, die wiederholt in der Demokratischen Republik Kongo war, weist vor allem auf das Schicksal der Frauen und Kinder in diesem Land hin: Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Wasser. Frauen und Kinder schleppen stundenlang Wasser. Jedes zehnte Kind stirbt, weil es wegen schmutzigem Wasser krank geworden ist. Funktionierende Brunnen wären wichtig, aber oft sind die Pumpen kaputt. Die Caritas ruft daher mit der KirchenZeitung auf, Menschen in der Republik Kongo eine gesunde Existenz sichern zu helfen.
Im guten Wasser ist Leben
Die KirchenZeitung ruft ihre Leser/innen auf, die Caritas Augustsammlung für Hilfe im Kongo zu unterstützen
„Bei vielen Brunnen sind die Pumpen kaputt. Vom Staat kommt keine Hilfe. Es ist dramatisch. Die Menschen sind gezwungen, bis zur nächsten Latschen, zum Tümpel oder Fluss zu gehen“, schildert die Mitarbeiterin der Auslandshilfe der Caritas OÖ, Susanne Hack, die Lage in der Republik Kongo.
Die Caritas Oberösterreich richtet mit der diesjährigen Augustsammlung die Aufmerksamkeit auf die Situation in der Demokratischen Republik Kongo (siehe Erlagscheinbeilage). Es fehlt nicht nur an Wasser, sondern es mangelt vielen Familien am Nötigsten. Daher ruft die Caritas mit der KirchenZeitung auf, für Saatgut, Gemüsepflanzen, Mais und Brunnen Geld zu spenden.
Wasser-Wege. Susanne Hack kam vor wenigen Wochen von einem ihrer Kongo-Besuche zurück. Sie berichtete von der Mühsal besonders der Frauen und Kinder, die lange Wege auf sich nehmen, um Wasser zu schöpfen und nach Hause zu tragen. Sie berichtete auch vom Einsatz der Menschen, kaputte Brunnen-Pumpen wieder instand zu setzen. Wasserkomitees betreuen die Brunnen. Viele müssen wegen des Wassermangels um 12 Uhr gesperrt werden. Seit November 2008 wurden schon 22 Pumpen repariert. Mit Hochdruck werden nun bis November weitere Pumpen hergerichtet. Dann muss die Arbeit wegen der Regenzeit drei Monate ruhen.
„Was soll ich machen?“ Susanne Hack erzählt von einer Familie in einem kongolesischen Dorf bei Kasenga im Südosten des Landes. Als Hack auf ihrer Projektreise an der Lehmhütte der Familie vorbeikam, saß die Frau vor der Hütte. Ein Gespräch entwickelte sich. Die Frau hat neun Kinder – drei Buben und sechs Mädchen. – Das jüngste ist ein paar Monate alt, die älteste siebzehn Jahre; sie ist schwanger. Der Mann ist Fischer. Die Familie muss im Monat mit maximal zwanzig Euro auskommen. Im Dorf ist die Pumpe seit drei Jahren kaputt. Die Menschen holen vom Fluss das Wasser. Die Kinder haben Durchfall. Die Frau weiß um den Zusammenhang, aber sie hat keine Alternative: „Was soll ich machen?“
Typisches Frauenschicksal. Die Frauen verkaufen am Markt Gemüse und Trockenfisch. Wer es zu Geld gebracht hat, kauft sich eine Ziege. So trachten vor allem die Frauen, untertags ein wenig Geld zu verdienen, damit es am Abend etwas zu essen gibt. Von den neun Kindern der Frau vor der Lehmhütte geht nur ein Bub zur Schule. Die Mächen werden gar nicht zur Schule geschickt, sie helfen am Feld und im Haushalt. In den Städten wandelt sich das Frauenbild. Frauen gehen einer Erwerbsarbeit nach. Sie haben weniger Kinder, die sie zudem später bekommen. Am Land spielt das Wasser eine große Rolle. „Wenn die Mädchen nicht stundenlang mit dem Wasserholen verbringen müssten, könnten sie zur Schule gehen“, sagt Susanne Hack.
Caritas und KIrchenzeitung
- Wasser und Nahrung. Die KirchenZeitung unterstützt die Kongo-Hilfe der Caritas. Wir bitten unsere Leser/innen, vom Zahlschein, der dieser Ausgabe beiliegt, Gebrauch zu machen. Mit 30.000 Euro (soviel Spenden zu erreichen, ist unser Ziel) können zehn Wasserpumpen repariert werden, womit 30.000 Menschen einen Zugang zu sauberem Wasser bekommen. Weiters können Saatgut und Gartenpflanzen für 100 Familien gekauft und 100 kg Mais an 100 Familien verteilt werden!
- Pumpen reparieren. In der Provinz Katanga im Südosten des Landes, liegt die Diözese Kilwa-Kasenga. In den 80-er und 90-er Jahren wurden dort mit Hilfe aus Österreich über 200 Pumpen gebaut. Zahlreiche sind nicht mehr funktionsfähig. Lokale Techniker haben mit Unterstützung der Caritas begonnen, die kaputten Pumpen instand zu setzen.
- Spenden sind erbeten auf das Caritas-Konto bei der RLB (BLZ 34.000) Nr. 1.245.000 bzw. auf das Caritas-PSK-Konto 7.700.004 (BLZ 60.000).