Bei der Katholischen Frauenbewegung Österreichs gab es einen Führungswechsel: Die neue Generalsekretärin heißt Silvia Ursula Ertl und folgt Isabella Ehart in dieser Funktion nach.
Von Schnellschüssen hält sie nicht viel. Als neue Generalsekretärin der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö) liegt Silvia Ursula Ertl viel daran, Schritt für Schritt an die vielen Themen und Bereiche der kfbö heranzugehen. Seit ihrer Kindheit und Jugend habe sie die kfb als lebendige Organisation in Erinnerung. Auf die speziellen Inhalte wie beispielsweise den entwicklungspolitischen Bereich, das soziale Engagement oder das Eintreten für die Anerkennung des Ehrenamtes in der Freiwilligentätigkeit sei sie in den vergangenen Jahren als Mitarbeiterin der Wiener Pfarr-Caritas aufmerksam geworden. Da waren Pfarr-Caritas und kfb quasi Büro-Nachbarn.
Vielseitig. Die gebürtige Oberösterreicherin aus Traun absolvierte nach der Matura einen Abiturientenlehrgang für technische Chemie in Wien und war zunächst als Chemikerin tätig. Danach ist die heute 51-Jährige in die Ordensgemeinschaft der Benediktinerinnen von Steinerkirchen eingetreten. Während dieser Zeit hat sie eine theologische Ausbildung abgeschlossen, als Pastoralassistentin und Erzieherin gearbeitet und an der Fachhochschule Würzburg Sozialwesen studiert. Nach Wien zurückgekehrt, war sie 13 Jahre bei der Pfarr-Caritas tätig. Dort hat Ertl ehrenamtlich sozial engagierte Menschen in den Pfarren beraten, begleitet, weitergebildet und Projekte betreut. Zukünftig wolle sie „unterstützend und ermutigend“ in der kfb wirken.
Silvia Ursula Ertl: „Die Katholische Frauenbewegung Österreichs ist eine sehr lebendige Organisation, die ein dichtes Netzwerk bildet in den verschiedenen Pfarren mit 200.000 Mitgliedern. Das finde ich eine spannende Sache, weil dadurch zivilgesellschaftliches Engagement möglich ist und auch gelebt wird, sowohl auf lokaler als auch auf nationaler und internationaler Ebene.“