Ausgabe: 2009/32, Physik, Krmpf, David Wurm, Physik Olympiade
05.08.2009
- Isabella Hafner
Ohne Rezept und ohne Waage wird Kochen zum Experiment. Wie lang muss ein Truthahn im Rohr bleiben um gar zu werden? Ein Physiker kann das errechnen, wofür andere langjährige Erfahrung brauchen.
Wir sind ständig, ohne dass wir es bewusst wahrnehmen, mit physikalischen Kräften konfrontiert. Wolken, das Wetter, der Bremsweg von Autos, all das ist angewandte Physik. David Wurm beschäftigt sich seit sechs Jahren auch außerhalb der Schule mit physikalischen Phänomenen und hat heuer bereits zum dritten Mal an der internationalen Physik-Olympiade teilgenommen. „Mich hat die Frage: `Wie funktioniert die Welt?´ schon immer fasziniert“, erklärt der 19-Jährige sein Interesse für das Fach.
Üben, üben, üben. David erreichte bei der Olympiade, die heuer in Mexiko stattfand, das Leistungsniveau Bronze und zählt zu den besten Jungphysikern des Landes. Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb nahm er an einem wöchentlichen Physik-Olympiade-Kurs teil und besuchte mehrere Trainingslager. Dort wurde täglich bis zu sieben Stunden in Gruppen oder alleine gearbeitet. Ziel war es, sich sowohl Wissen über verschiedene Gebiete der Physik anzueignen, als auch Modellbildung, Problemanalyse und logische Argumentation zu üben.
„Krmpf Krmpf“. Neben der Schule und dem Lernen für die Wettbewerbe blieb dem Maturanten noch Zeit für weitere Hobbys. Bis heute engagiert er sich im Pfarrgemeinderat und bei den Ministranten der Dompfarre Linz. Daneben hat er, gemeinsam mit seiner Schwester Magdalena und zwei Freunden die „Krmpf Krmpf Filmstudios“ gegründet. „Wir waren mit unserem letzten Film sogar beim Kärntner Fimfestival eingeladen“ ist David stolz. „Film, Foto und Physik ergänzen sich gut. So kann ich auch meine kreative Seite ausleben“, erklärt der vieseitig Begabte.
Glattes Zeugnis. In der Schule hatte David nie Schwierigkeiten. Er schloss die BRG Fadingerstraße heuer mit ausgezeichnetem Erfog ab. „Im Maturazeugnis hatte ich nur Einsen. Im Abschlusszeugnis war die einzige Note, für die ich wirklich hart arbeiten musste, die Zwei in Latein“ schmunzelt David. „Die Sprache der Phyik ist die Mathematik. Die liegt mir einfach wesentlich mehr“, fügt er lachend hinzu.